Menschen am Rande der Gesellschaft

(gf) Norbert Köngeter berichtete bei der Kolpingsfamilie Eislingen von seiner Arbeit als Stadtdiakon in Göppingen und seinen Erfahrungen mit Menschen am Rande der Gesellschaft. Diese Menschen können, meist aus finanziellen Gründen, am kulturellen Leben der Gesellschaft nicht oder nur bedingt teilhaben.

Norbert Köngeter
Norbert Köngeter

Betroffen sind häufig Obdachlose, Alleinerziehende, Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen, Beschäftigungslose. Auch Kranke,  Alte und Einsame müssen teilweise zu dieser Gruppe gezählt werden. Verliert jemand durch Trennung oder Scheidung seine Wohnung kann er oft keinen Arbeitsplatz finden. Ohne Wohnung keine Arbeit, und ohne Arbeit keine Wohnung, ein Teufelskreis. Auch im „reichen Deutschland“ gibt es viel Armut. Aktuell sind in Deutschland 13,5 % der Bevölkerung armutsgefährdet. Die größte Gruppe dabei sind mit 35 % die Alleinerziehenden. Als armutsgefährdet gelten Alleinstehende mit einem Monatseinkommen unter 856 €, von dem alles bezahlt werden muss. Da bleibt für Theater- Kino- oder Gaststättenbesuch nichts übrig. In Familien mit geringem Einkommen leiden besonders die Kinder, wenn sie in der Schule von verschiedenen Aktivitäten ausgegrenzt sind, oder durch ihre Kleidung, den Schulranzen, oder ein „Uralt-Handy“ auffallen. Köngeter  machte auf die „Aktion Rückenwind“ aufmerksam die zum Beispiel bei Nachhilfe, Musik- und Sportunterricht, und Ferienmaßnahmen Unterstützung gewähren kann. Anträge können unter anderem bei Caritas-Zentrum Göppingen Ziegelstr. 14 73033 Göppingen Telefon: 07161 – 6 58 58-0 , Diakonisches Werk Göppingen Pfarrstraße 45 73033 Göppingen Tel: 07161 – 9 63 67-50 gestellt werden. Zur Gruppe der Menschen am Rande zählen auch die Flüchtlinge. Es wird in Zukunft eine große Aufgabe der Gesellschaft, mit vielen Super-Reichen, und auch der Kirche sein, all diesen Menschen zu einem menschenwürdigen Leben zu helfen.