Das bestbehütetste Geheimnis der katholischen Kirche

Gibt die katholische Soziallehre Antworten auf die heutige Arbeitswelt? Norbert Köngeter, Stadtdiakon in Göppingen, sprach bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Kolpingsfamilie Eislingen und der KAB über dieses Thema.

Referent Norbert Köngeter

Er sprach über die Prinzipien, die Grundwerte und die Leitsätze der katholischen, heute christlichen Soziallehre, die in vielen Päpstlichen Schreiben veröffentlicht wurden. Von Papst Leo XIII mit „Rerum novarum“ 1891, über Pius XI, Pius XII, Johannes XXIII, Paul VI, Johannes Paul II, Benedilkt XVI bis Franziskus mit „Laudato si“ spannt sich der Bogen der Verlautbarungen die zur Frage der Arbeit, der Gerechtigkeit und der Solidarität Stellung beziehen. Wenn diese vielen Schriften auch in der Vergangenheit verfasst wurden sind sie heute leider noch sehr aktuell. Papst Franziskus ist sogar brandaktuell und er findet deutliche Worte. Bei einer Ansprache an die Teilnehmer des Internationalen Treffens der Volksbewegungen 2014 in Rom, brandmarkte er den Skandal der Armut. Boden, Wohnung und Arbeit seien für viele in weite Ferne gerückt. In der Diskussion war der Arbeitsmarkt in Deutschland ein Thema. Laut den Statistiken haben wir nahezu Vollbeschäftigung, in fast allen Brachen werden Arbeitskräfte gesucht. Wenn man aber genauer hinschaut stellt man fest, dass viele Beschäftigte für einen Lohn arbeiten, der zum Leben nicht reicht. Wenn ganze Fabriken geschlossen werden, weil sie für raffgierige Aktionäre nicht mehr rentabel sind, ist das eine Schande und für die Gewerkschaften noch ein weites Feld zu beackern.