trotzdem vertrauen

In diesem Jahr verstehe ich mehr, wie es den Jüngern im Boot ging: Um sie herum tobt der Sturm droht alles in die Tiefe zu reißen, und Jesus liegt da und schläft, als ob ihn das nichts anginge. Der Gipfel ist danach seine Frage: Habt ihr noch keinen Glauben? (Mk 4,35 ff)

Es ist gut sich in ungewissen Zeiten Mut zu machen. Trotzdem stehe ich da mit meinem Unvermögen, meinen Fragen und Sorgen, mit all dem was ich nicht verstehe und was mir Angst macht. In allem Vertrauen, dass sich Gott um uns sorgt, dass er da ist, bleiben diese Gefühle und diese Ungewissheit. Im Psalm 22 spricht einer diesen Gott an, wagt den Spagat: "Gott, warum bist du weg?" und vertraut doch genau jetzt, dass er aufmerksam ist und das Gebet hört. Es ist keine Glaubensschwäche, wenn wir alles Unverständnis und alle Sorgen zum Himmel schreien und gleichzeitig gewiss bleiben, dass Gott gerade jetzt zu uns und mit uns unterwegs ist.

Vielleicht spricht den einen oder anderen dieses Lied dazu an.      (Liedblatt)